Dein Umfrage-Portal zu Gesundheitsthemen

Wir verschaffen Deiner Stimme Gehör!

Jetzt mitmachen
Deine Stimme zählt!
Erfahrung teilen und Punkte sammeln
 
DEIN AKTUELLER KONTOSTAND
{punktestand}
Regeln und Teilnahmebedingungen
AKTUELLE STIMMEN

Hier findest Du Daten und Publikationen unserer öffentlichen Studien.


Wie geht es uns nun, nach 2 Jahren Leben in der Pandemie?

· April 2022 · 

Anfang des Jahres haben wir eine Umfrage in unserer Community zum aktuellen Wohlbefinden und den nachhaltigen Auswirkungen der Pandemie durchgeführt.
Die Mehrheit der Teilnehmer:innen an der Umfrage zeichnet ein überwiegend positives Bild von ihrer derzeitigen Situation: 8 von 10 sind mit ihrem Familienleben zufrieden, 9 von 10 haben Freunde, auf die sie sich verlassen können – Einsamkeit ist nur für wenige ein Thema, und fast alle finden jeden Tag etwas zu  lachen.
Andererseits fühlen sich zwei Drittel oft ausgelaugt und erschöpft, etwa ein Drittel beginnt den Tag bereits energielos und überschreitet immer wieder die eigenen Belastungsgrenzen. Die Hälfte der Befragten gibt an, nicht gut abschalten und auftanken zu können. Besonders stark betroffen sind in all diesen Aspekten Menschen, die in den letzten zwei Jahren eine Erkrankung und/oder einen Schicksalsschlag erlitten haben.

Weiterlesen

Körperliches und seelisches Wohlbefinden gehen Hand in Hand

Ein Viertel bzw. ein Drittel der Befragten bezeichnen Ihren körperlichen bzw. seelischen Gesundheitszustand als „ausgezeichnet“ bis „sehr gut“, jeweils weitere 40% als gut. Ein Drittel der Befragten gibt eine weniger gute bis schlechte körperliche Gesundheit an, diese korreliert mit einem Viertel, die ihre seelische Gesundheit als mäßig bis schlecht einstufen.
Menschen, die einen Schicksalsschlag hinter sich haben, beschreiben ihre körperliche Gesundheit doppelt so oft als „weniger gut“ oder „schlecht“ wie Menschen, die weder Schicksalsschlag noch Erkrankung in den letzten zwei Jahren erlitten haben. Das zeigt deutlich, wie stark die seelische Gesundheit mit der körperlichen verknüpft ist.

Die Pandemie hat einen nachhaltig negativen Einfluss auf unseren Gesundheitszustand

45% der Befragten geben an, dass ihr Gesundheitszustand insgesamt derzeit schlechter ist als vor der COVID-19. Die Hälfte fühlt sich durch die Pandemie und ihre Begleitmaßnahmen belastet, ein Viertel sogar stark belastet.


Menschen, die in den letzten zwei Jahren eine Erkrankung oder einen Schicksalsschlag durchgemacht haben, hat die Pandemie besonders stark belastet: 31% geben hier eine starke Belastung an, während sich bei Befragten ohne solches Ereignis nur 19% stark belastet fühlten.
Drei Viertel geben an, dass sie ihr Leben weder im ersten noch im zweiten Pandemie-Jahr so leben konnten wie zuvor; zwei Drittel haben auch die Zeiten zwischen den Lockdowns nicht spezifisch genutzt, um diverse Unternehmungen umzusetzen. 
Im gesamten Jahr 2020 sind drei Viertel der Befragten kaum ausgegangen, 60% haben ihre Urlaube zu Hause verbracht. 2021, im zweiten Pandemie-Jahr, sanken diese Anteile nur geringfügig auf 66% und 50%.
Im Gegenzug haben 57% der Befragten die Lockdowns im ersten Jahr für Dinge genutzt, die schon lange anstanden, aber für die vorher immer die Zeit fehlte, wie z.B. Heimwerken, Ausmisten, oder kreative Tätigkeiten. 
Insgesamt hat mehr als ein Drittel der Befragten in den Jahren 2020 und 2021 Zeit in Weiterbildung investiert – ein Zeichen für die Auswirkungen der Pandemie-bedingten Arbeitssituation. Deutlich werden in diesem Aspekt Geschlechterunterschiede: während sich 40% der Männer weitergebildet haben, trifft dies nur auf 23% der Frauen zu.

Auswirkungen der Pandemie auf das Arbeits- und Berufsleben

Zwei Drittel der Befragten berichten von Auswirkungen der Pandemie auf ihre Arbeitssituation, dabei zeigen sich jedoch nicht nur negative, sondern teilweise auch positive Aspekte. 
3 von 10 Personen geben eine deutlich erhöhte Arbeitsbelastung seit Beginn der Pandemie an. Ein Fünftel berichtet von einer Verringerung des Einkommens, wobei Menschen mit einer Erkrankung davon besonders häufig betroffen sind (28% vs. 13% bei Personen ohne Erkrankung/Schicksalsschlag). 4,5% haben ihren bisherigen Job bzw. ihr Einkommen durch die Pandemie verloren -- auch hier sind Menschen mit Erkrankungen besonders stark betroffen: bei Ihnen ist der Anteil mit Jobverlust doppelt so hoch (8%).
Insgesamt 8% der Befragten haben Angst vor einem Jobverlust. Besonders deutlich wird hier die psychische Komponente: bei Menschen, die einen Schicksalschlag zu erleiden hatten, liegt der Anteil bei 24% - im Vergleich dazu beträgt der Anteil bei Personen, die eine Erkrankung durchgemacht haben, bei 8%, das ist fast genauso niedrig wie bei Personen, die keine der beiden Situationen in den letzten beiden Jahren erlebt hatten.
Auf der Positiv-Seite geben 29% an, dass sich ihre Arbeitssituation durch Home Office verbessert hat, 14% sehen neue Chancen und positive Auswirkungen auf ihre berufliche Situation.

Auswirkungen der Pandemie auf das Sozialleben

Nur ein Viertel der Befragten beschreibt keine Änderungen im Sozialleben.
Zwei Drittel haben ihr gesamtes Sozialleben im ersten Pandemie Jahr über einen langen Zeitraum stark reduziert, im zweiten Jahr waren es immer noch 55%.
Die Hälfte der Befragten hat seit Beginn der Pandemie den Freundeskreis verkleinert, ist aber mit den engsten Freunden in intensivem Kontakt geblieben. Ein Viertel der Befragten hat durch die Impfdiskussion Freunde verloren.

An der Grenze zur Depression

Wie nachhaltig sich die letzten beiden Jahre auf uns ausgewirkt haben, zeigt eine Auswertung der Häufigkeit von Leitsymptomen, die zur Abschätzung einer depressiven Symptomatik herangezogen werden. Demnach weist fast die Hälfte der Befragten Symptome auf, die auf eine mittelgradige bis schwere Depression hinweisen können. Umso wichtiger wird in diesem Zusammenhang der Zugang zu Ärzten, um eine Abklärung der Symptomatik und gegebenenfalls Hilfestellung erhalten zu können.

Die "Alles-wird-Gut-Maßnahmen der Patientenstimme Community

Das Seelenheilmittel Nummer 1 unsere Patientenstimme Community ist Mutter Natur und Gespräche mit nahestehenden Menschen bzw. Unternehmungen mit Familie/Freunden. An vierter und fünfter Stelle stehen die Beschäftigung mit Musik oder Tieren als Ausgleich für die Seele.


Umfrage in der Patientenstimme-Community [Jan.-Feb. 2022; N=112 Personen zwischen 23 und 76 Jahren (70% weiblich, 30% männlich)